Außenminister Jorge Arreaza: Deutschland kann die venezolanische Souveränität achten

Caracas, 16. August 2017 (MPPRE).- „Wenn es etwas gibt, was die internationale Gemeinschaft, die Europäische Union oder Deutschland tun können, dann die venezolanische Souveränität zu achten.“ so der Außenminister der Bolivarischen Republik Venezuela, Jorge Arreaza, diesen Mittwoch im Anschluss an die Übergabe einer Protestnote an den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Stefan Andreas Herzberg, als Reaktion auf die Aussagen des Regierungssprechers dieses Landes.

Vor diesem Hintergrund erklärte Arreaza, dass diese Erklärungen eine „Verletzung sämtlicher grundlegender Prinzipien des Völkerrechts wie die Nicht-Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten, die Achtung ihrer Souveränität und die Nicht-Einmischung“ darstellt.

Im gleichen Zuge sagte er, dass „Venezuela über seine Institutionen, seine demokratische Arbeitsweise verfügt und kein Land der Welt, nicht einmal die USA oder irgendein Land in Europa, auch nur die geringste Verantwortung oder das Recht haben, sich in die inneren Angelegenheiten einzumischen.“

ANC schafft Frieden
Der venezolanische Außenminister verwies auf die friedenstiftenden Auswirkungen der Verfassungsgebenden Nationalversammlung (ANC), die die Lage im Land verändert hat: „Sie hat die Gewalt neutralisert und für Frieden im Land gesorgt. Seit dem 31. Juli ist unser Land zur Ruhe gekommen, die politische Opposition Venezuelas hat von ihrer Gewaltstrategie Abstand genommen, (die eine Spur von Toten, Zerstörung, Schmerz und Tränen im venezolanischen Volk hinterlassen hat) nachdem diese überwältigende Anzahl von Venezolanern am 30. Juli ihre Stimme abgegeben hat.“

Er sagte ebenfalls, dass nach der ANC die venezolanische Rechte auf den demokratischen Weg zurückgekehrt ist und ihre Kandidaten für die Regionalwahlen der Gouverneure registriert hat, die im Oktober dieses Jahres stattfinden werden. Von der der deutschen Regierung forderte er, anzuerkennen, dass Venezuela wieder zu institutionellen Ordnung zurückgekehrt ist, die Verantwortlichen der Gewaltpolitik zu verurteilen und den Dialog zu fördern. Er sprach auch die bilaterale Agenda an, die noch viele Themen enthalte, die wieder aufgenommen werden können.

Nicht hinnehmbare imperialistische Unterwerfung
„Die Unterwerfung unter die Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika durch einige dieser Länder ist nicht hinnehmbar, hoffentlich besinnt man sich und ermöglicht eine Zusammenarbeit.“ bekräftigt er mit Blick auf die tenendziöse Haltung, die im Zusammenhang mit Drohungen der USA gegen Venezuela eingenommen wurde.

Außerdem rief er die Freunde und Regierungen weltweit auf, die Souveränität Venezuelas zu achten und die Androhungen militärischer Gewalt durch die USA zu verurteilen. Er dankte allen amerikanischen Ländern, die sich gegen diese einmischenden Androhungen ausgesprochen haben, sowie der Volksrepublik China und der Russischen Föderation für den Ausdruck ihrer Unterstützung.

Abschließend verdeutlichte der Minister der Volksmacht für Auswärtige Beziehungen seine Hoffnungen, die in der Durchführung eines Gipfels der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) liegen. Dieser soll der Diskussion, nicht nur über Venezuela, sondern auch über die notwendige politische Toleranz im Rahmen der regionalen Integrationsmechanismen, zur Beilegung etwaiger Differenzen und zur Weiterführung der Zusammenarbeit dienen. BS/ Fotos: Patricia Martínez

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